25.11. - Der fleckige Lichtschalter und ich.

Eine Hand mit schwarzen Flecken
Am Sonntag musste ich über mich und mit mir lachen. Als mir auf einmal auffiel, wie wenig sich ein Teil von mir in den zurückliegenden Jahren verändert hat.

Schon immer teile ich den Platz in meiner Wohnung mit kreativem Werkzeug und Zubehör, das mich fasziniert. Ich weiß noch genau, wie vor etwa sieben Jahren, während meines Soziologiestudiums in Köln, eine Siebdruck-Vorrichtung bei mir einzog - mit samt Bauleuchte, Gelblichtlampe, Siebdruckrahmen, Rakel und Co. Ich habe damals meine Fenster mit dunkler Pappe zugeklebt und nur abends gearbeitet, damit ich die Siebe beschichten und belichten konnte. So sehr ich auch aufpasste – mindestens die Farbflecken im Spülbecken, auf Lichtschaltern und an Türklinken verrieten mich.

Und seit ein paar Tagen steht hier nun ein liebenswürdiger aber durchaus klobiger Risograph mitten im Wohnzimmer. Am Sonntag reinigte ich einen Farbzylinder des Risographen und hinterher fragte mich mein Freund, ob ich denn noch die Flecken auf den Lichtschaltern weg mache.

Das war der Moment, in dem ich Lachen musste. Ein paar Flecken, die mir zeigten, dass sich manche Dinge nie ändern und dass es einen Kern in mir gibt, dem ich ganz ungezwungen treu bleibe. Und das finde ich ziemlich schön. Schließlich widme ich diesem Kern heute ja irgendwie meine Selbstständigkeit und dieses waghalsige Abenteuer, das noch vor mir liegt. Und all das ist keine spontane, überstürzte Idee, sondern ein logischer Schritt auf meiner Reise - von innen heraus.

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